Ältere Menschen haben oft weniger Durst und trinken dadurch nur ganz wenig. Hier kann es schnell zu Flüssigkeitsmangel der sogenannten Dehydration kommen. Auch harntreibende Medikamente und Vergesslichkeit können dazu führen.
Oft wird aber auch bewusst weniger getrunken um nicht so oft zur Toilette zu müssen. Erste Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels sind z.B.: Schwäche, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Verstopfung, stark konzentrierter Urin, rissige Lippen, Vergesslichtkeit und Verwirrtheit. Hebt man die Haut auf dem Handrücken leicht an und es bleiben Hautfalten stehen, dann weist dies auch auf Flüssigkeitsmangel hin.
Holen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn es innerhalb von Stunden und wenigen Tagen zu Schwäche, Kreislaufproblemen und Verwirrtheit kommt. Ein gesunder Mensch kommt ohne Flüssigkeit nur etwa 2 - 4 Tage aus. Innerhalb weniger Tag kann eine Dehydration zum Tod führen.
Tipps:
abwechslungsreiche Getränke anbieten (Wasser, Kräuter-/Früchtetee, Saftschorle)
tägliche Trinkmenge morgens bereitstellen
Trinkmenge: ca. 1,3 - 1,5 Liter pro Tag (Richtwert: 0,03l pro kg Körpergewicht)
um Trinkmenge zu prüfen, ein Trinkprotokoll nutzen
viel Bewegung - viel Trinken
wasserreiche Speisen anbieten (Suppe, Gurke, Melone, Pfirsich, Tomate)
zu den Mahlzeiten trinken
ärztlich verordnete Flüssigkeitsmenge einhalten, z.B. bei Herz- oder Nierenerkrankungen
bei Bedarf geeignete Hilfsmittel bereitstellen um das selbständige Trinken zu fördern
bei Sehstörungen farbige Trinkgefäße verwenden
immer wieder ans Trinken erinnern
leere Trinkbecher umgehend wieder auffüllen und Flaschen in greifbarer Nähe stehen lassen
beim Einschenken Gefäß in die Hand geben und sofort zum Trinken motivieren; Getränk darf nicht heiß sein
Quelle: ZQP Ratgeber Essen und Trinken bei pflegebedürftigen Menschen www.zqp.de